28th Annual Meeting of D.O.N.A.L.D
Last Weekend I attended the 28th annual meeting of D.O.N.A.L.D. (Deutsche Organisation der nichtkommerziellen Anhänger des lauteren Donaldismus - German organisation of noncommercial members of pure donaldism) in Aachen.
Besides the new Mac Moneysac Award was (in absence) given to Josef Ackermann, CEO of Deutsche Bank AG, several new scientific researches about the life in Duckburg were presented. Due to the location, most speeches covered death and disease of the beloved Ducks. All in all it was an entertaining and instruktive meeting.
I'll continue in German to cover the details, since I cannot express this in English.
Der 28. Kongress der D.O.N.A.L.D begann nach einem kurzem unterhaltsamen Zusammenschitt diverser donaldistischer Fernsehauftritte mit einem Vortrag von Andreas Platthaus: Aachener Totentanz. Platthaus ging aus von dem Bonmot "In Entenhausen wird nicht gestorben, sondern vererbt" und dem bekannten Fakt, das die Bewohner des anatiden Universums nach ihrem Tode wieder geboren werden. Er spitzte dies zu der These zu, die Entenhausener würden ihre angehäuften Reichtümer daher primär für ihr späteres, wiedergeborenes Leben verwahren. So könne etwa die Neigung erklärt werden, das Schätze oftmals vergraben würden, denn in einem späteren Leben sei es möglich (Hypnose!), sich an diese Schätze wieder zu erinnern. Denn wie man weiß, ist es in Entenhausen vor allem das Geld, was zählt, und Reichtum deshalb unabdingbar.
Nun weiß man freilich auch, dass Dagobert seine Verwandschaft des Häufigeren gewissen Tests unterzieht, um ihre Fähigkeit als Erben zu überprüfen. Platthaus erklärte dies als eine indirekte Form der Sicherung des späteren Lebens. Verstecken läßt sich das Duck'sche Vermögen nicht mehr, aber in die richtigen Hände gelegt, würde es sich vermehren und später - eventuell meherere Generationen später - wieder in die Hände des nun wieder geboren Krösus Duck übergehen. Im Zuge der Wiedergeburt bleiben schließlich Charaktereigenschaften erhalten.
In Platthaus' Argumentation spielt eines der Bücher, von deren Existenz in Entenhausen wir wissen, eine zentrale Rolle: "Die Kunst als reicher Mann zu sterben". Dieser Fakt wurde jedoch von Patrick Bahners in seinem Vortrag "Das Todesarten Projekt" völlig konträr interpretiert. Bahners legte den Schwerpunkt auf "die Kunst zu sterben" und postulierte, in Entenhausen würden nur armen Anatiden sterben, nicht jedoch reiche. Dies liege am Gold, denn Gold sei für die Entenhausener ein reines Lebensexilier. Auch das Wasser des Jungbrunnes, so Bahners durchaus überzeugend, bestehe zu einem gewissen Teil aus Gold. Dagobert habe dies durchaus erkannt. Wie Bahners erklärte folgerichtig auch die belgbare Todesangst Dagoberts bei Verlust seines Vermögens als eine durchaus reale und gerechtfertigte Angst.
Wie weit die Thesen von Platthaus und Bahners reichen, muss freilich in einer intensiven Studie ihrer Belege geprüft werden, sobald die Vorträge schriftlich vorliegen.
Reinhard Cziske beschäftigte sich in seinem Vortrag "Bauchgrimmum imposante colossale und nervi caputi kaputti - woran leidet man in Entenhausen" der Medizin in Entenhausen. Nach Cziske ist dieMedizin in Entenhausen vor allem durch das Homologieprinzip gekennzeichnet: Gleiches heilt Gleiches. So werden Goldfieber mit Gold und Schüttelanfälle mit einem Schüttler kuriert. Damit hat das technologisch sonst so weit fortgeschrittene Entenhausen medizinisch die Schwelle zur modernen Naturwissenschaft noch nicht überschritten. Diese interessante Beobachtung wird sicherlich noch Anlass zu weiteren Forschungen geben können. Cziske führte weiterhin aus, dass man in Entenhausen eine gute Gesundheit braucht, um gesund zu werden. Angesichts des Standes der medizinischen Forschung ist dies allerdings auch kein Wunder.
Peter Jacobsen widmete sich unter dem Titel "A hard day's night - Leben und Leistung im Grenzbereich" einer arbeitswissenschaftlichen Untersuchung der anatiden Arbeitsplatzergonomie - an deren Ende überraschend eine Erklärung des Phänomes stand, warum nur die weiblichen Ducks Schuhe tragen. Jacobsen stellte zunächst fest, dass sowohl die private Einrichtung als auch der Arbeitsplatz oftmals nicht an die Kleinheit der Ducks (kniehoch) angepasst ist. Dabei sind die Ducks wahrhaftig nicht die einzigen Kleinwüchsigen in Entenhausen. Jedoch sehe man auch erstaunlich oft größenmäßig passende Gegenstände - etwa öffentliche Fernsprecher - im Entenhausener Stadtbild. Erstaunlich sei des weiteren die Sitzhaltung, die von den Enten oftmals eingenommen werde: auf dem Bauch liegend (sic!). Dies sei zwar für humanide Wesen keine empfehlenswerte Position, aufgrund der Häufigkeit müsse aber angenommen werden, dass dies bei Antiden anders sei. Jacobsen führte dies auf das extreme Hohlkreuz der Ducks zurück.
Jacobsen erörterte noch einige andere Phänomene, darunter die Frage, wie die Ducks Fahrzeuge steuerten, deren Gas- und Bremspedal sie nicht erreichen können und wie andererseits sehr große Leute ihre Beine in sehr kleinen Autos unterbringen. Er spekulierte auf eine Verformbarkeit des Morphotels, überließ die endgültige Beantwortung allerdings der weiteren Forschung.
Schlussendlich ging Jacobsen noch auf die Frage ein, warum nur die weiblichen Ducks Schuhe tragen. Er erklärte dies aus dem Watschelgang, den nur die männlichen Vertreter der Gattung aufwiesen. Dieser führe zu extremen Schuhverschleiß, den man sich entweder nicht leisten könne (Donald) oder wolle (Dagobert).
Leider musste ich den Kongress nach Jacobsens Vortrag bereits vorzeitig verlassen, sodass weiteres nicht zu berichten ist. Man darf auf den nächsten Donaldisten gespannt sein.
